Donnerstag, 23. Februar 2012 02.34 Uhr
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Auf Oliver Glaser folgt Oliver Wieck


Coesfeld. Zwischen den Feiertagen glühte sein Handy. Daniel Mauritz, Teamleiter Senioren beim Landesligisten DJK Coesfeld-VBRS, suchte einen Nachfolger für Oliver Glaser - und fand ihn in seinem Bekanntenkreis. Kurioserweise hat er denselben Vornamen wie der noch amtierende Trainer. "Oliver Wieck, derzeit in Holtwick tätig, ist ab dem 1. Juli unser Mann", so Mauritz, "ich selber habe drei Jahre unter ihm trainiert." Damals spielte er für den Bezirksligisten DJK Stadtlohn. "Ich kenne ihn gut und halte ihn für genauso fußball-verrückt wie Dado Sekic oder Oliver Glaser." Gestern Abend wurde Wieck der Mannschaft offiziell vorgestellt.

Daniel Mauritz betonte, dass sie die bewährte Philosophie nicht ändern wollen. "Wir bauen auch weiterhin auf junge Leute aus dem eigenen Verein", sagte er, "dass Oliver Wieck mit Nachwuchskräften arbeiten kann, hat er in Holtwick bewiesen. Aus einer `grauen Maus´ hat er ein schlagkräftiges A-Liga-Team geformt." Dass auf einem gewissen Niveau, wie in der Landesliga, auch auswärtige Spieler verpflichtet werden müssen, sei in anderen Sportarten ähnlich.

Oliver Wieck, geboren in Marl und aufgewachsen in Dorsten, freut sich auf seinen Job. "Auf der anderen Seite tut es auch ein bisschen weh, dass ich Holtwick verlassen werde", meinte er, "ich habe hier einen Grundstein gelegt und werde bis zum 30. Juni meine Arbeit mit aller Konzentration weiterführen."

Der 44-jährige Fußball-Experte, der anno 2000 seine Lizenz in Kaiserau erworben hat und mittlerweile zwölf Jahre im Trainergeschäft beschäftigt ist, will die Vorbereitungsphase nutzen, um sich ein Bild über seinen künftigen Klub zu verschaffen. "Ich werde mir die A-Jugend anschauen, die zweite und natürlich die erste Mannschaft", erzählte er, "ich muss schließlich mit den Ressourcen arbeiten, die vorhanden sind. Zumal es einige Abgänge gibt."

Die neue Herausforderung reizt ihn. "Coesfeld ist eine Kreisstadt mit einem ganz anderen Potenzial!" In Holtwick hat er bereits dreimal pro Woche trainiert. "Wenn in der Landesliga vier Einheiten nötig sind, dann müssen wir eben viermal ran", sagt Wieck, der in der Bundesliga mit den Bayern sympathisiert. "Ich bin Bayern-Fan, obwohl ich aus dem Ruhrgebiet komme", bemerkt er mit leisem Lächeln.

von Ulrich Hörnemann

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