Samstag, 19. Mai 2012 07.57 Uhr
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SW Holtwick freut sich auf "Stele"


Holtwick. Auf der gleichen Wellenlänge bewegten sie sich schnell. "Das ist ein positiv verrückter Verein, das passt gut zu mir", lächelt Frank Stening. Deshalb war er sich mit den Verantwortlichen einig: "Stele", derzeit noch Chef der Westfalenliga-Frauen beim VfL Billerbeck, übernimmt im Sommer den A-Kreisligisten SW Holtwick und wird Nachfolger von Oliver Wieck.

Die Vorfreude ist auf beiden Seiten groß. "Wir hatten ja ursprünglich nicht damit gerechnet, dass wir uns nach einem neuen Mann umsehen müssen", sagt SW-Vorsitzender Thomas Fedder, der aber gut nachvollziehen kann, dass Oliver Wieck die Herausforderung beim Landesligisten DJK Coesfeld-VBRS antreten möchte. Umso mehr erleichtert zeigt er sich, die Lücke so schnell mit einem so guten Mann schließen zu können. "Frank Stening ist ein engagierter Mann, der Fußball lebt", lobt Fedder die Neuverpflichtung. "Er wird einen guten Draht zu unseren jungen Leuten haben, damit die Arbeit fortgeführt werden kann."

Eben diese Perspektive mit vielen jungen Spielern und einer guten Nachwuchsarbeit hat Stening an Holtwick gereizt. "Oliver Wieck hat sehr gute Arbeit geleistet, die ich mit einigen neuen Dingen gerne fortsetzen möchte", betont der 33-Jährige Billerbecker. Nach dem Anruf aus Holtwick hat er im Gespräch mit Thomas Fedder und Alfred Gottheil abgeklopft, ob die Vorstellungen übereinstimmen. "Das, was ich umsetzen möchte, müssen alle wollen, sonst haben wir keinen Erfolg", zeigt sie Stening realistisch. "Wir haben die Nasen zusammengesteckt - und es passt."

Seit 18 Jahren schon ist der Bäckergeselle ist Trainergeschäft. Seine eigene Karriere auf dem Platz hat er vorzeitig beendet - "da haben eben nicht die richtigen Leute zugeguckt", grinst er. "Nein, die Knie haben im Wachstum nicht mitgespielt." Sechs Jahre lang war er bei Westfalia Osterwick tätig, unter anderem als Trainer der zweiten Mannschaft und als Co von Guido Albers in der Bezirksliga. Danach hatte er beim VfL Billerbeck II das Sagen, seit 2,5 Jahren ist er für die VfL-Frauen zuständig und mit ihnen in die Westfalenliga aufgestiegen.

Das Projekt VfL will er in der Rückrunde mit einem Platz in der Spitzengruppe beenden. Dann geht es zurück in den Männerbereich - mit einiger Unterstützung, denn wie schon aktuell in Billerbeck möchte Frank Stening auch in Holtwick mit einem größeren Trainerstab arbeiten, um effektiv in kleinen Gruppen trainieren zu können. Wer das sein wird, will er in Kürze klären: "Ich möchte natürlich auch die Leute einbinden, die schon da sind." Wohin die Reise in Holtwick führt? "Wir wollen uns stetig verbessern, das ist das Ziel", betont "Stele", der in der nächsten Zeit Gespräche mit seinen künftigen Spielern führen möchte: "Ich gehe fest davon aus, dass der Kader so zusammenbleiben wird."

Von Frank Wittenberg

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